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Schottland 2017
Schottland 2015
Whisky
America Monument
Ardvreck
Dunnotar Castle
Fairy Glen
Saligo Bay
Skye 1
Skye 2
Skye 3
Tarbert

Schottland - 20.8.-11.9.2017

20.8.2017 DFDS Seaways Ferry

Auch bei der 2. Schottlandreise geht es mit der Fähre über Nacht nach Newcastle. Abendessen und Frühstück gibt es im Buffetrestaurant. Danach kann man es sich in der winzigen Kabine gemütlich machen.

21.8.2017 Abeerdeen

Morgens Wecken, Frühstück, aufs Autodeck, Passkontrolle und los geht es in 5stündiger Fahrt bis Aberdeen. Auf dem Weg gucken wir noch Dunnotar Castle an, das sehr schön auf einer Halbinsel vor der Steilküste in der Nordsee liegt.

Schnell finden wir in Aberdeen das Hotel Mercure gleich an der Union Street.
Parken ist auf dem Hinterhof. Das Zimmer ist sehr schön und geräumig, das Frühstück bekommen wir für £10/p.P.  angeboten.

An der Union Street gibt es vor allem das Marischal College anzugucken, dann noch eine Kirche, ein Friedhof, diverse Geschäfte, Pubs, Restaurant und ein Laden mit Katzen zum Streicheln. Das von mir vorab ausgesuchten Restaurant hat unerwartet geschlossen. Also gehen wir zum Thai.

Uns werden 2 Karten vorgelegt eine ist ein laminiertes Blatt, einer eine gebundene Karte. Auf dem Blatt finden sich rotes und grünes Curry und Papayasalat. Deal !
Der Papayasalat ist ganz gut und als das Curry kommt wundert sich der Kellner, daß wir keinen Reis haben. Doch sage ich, der gehört doch dazu. Die Portion ist nicht üppig aber gut.
Als die Rechnung kommt bin ich doch verwundert, Reis ist extra aufgeführt und die Preise kommen mir nicht bekannt vor. Also möchte ich die Karte nochmal sehen. Nein nicht die, die andere das lose Blatt bitte. Es dämmert der Kellnerin, sie hatte uns die Tageskarte hingelegt.
Anstandslos bekommen wir den dortigen Preis und gleich noch einen Rabatt, so daß das das günstigste Essen der Reise wird.

22.8.2017 Scrabster

Am Morgen geht es in 1,5 Stunden weiter nach Elgin. Ein kurzer Marsch durch die „Innenstadt“ und wir finden das Geschäft von Gordon & MacPhail, hier wurden sozusagen der Blended Whisky und das Independent Botteling erfunden, als jede Farm ihren illegalen Sprit noch selbst gebrannt hat.

Dann fahren wir noch mal 2 Stunden bis Glenmorangie. Natürlich sind wir wegen der ganzen Womos und Baustellen dann zu spät für die 14 Uhr Tour und müssen warten. Mit uns auf Tour ist dann eine indischstämmige Großfamilie aus Manchester mit Kindern und Omas. Die Tour ist ganz gut, es geht aber geht schnell finde ich und am Ende gibt es einen Dram Glenmorangie 10.

Wir haben dann noch 2 Stunden bis Scrabster zu fahren.
Dort finden wir quasi am Hafenkai das Hotel The Ferry Inn. Ein sehr britisches kleines Hotel mit fast antiker Möblierung, einer dazugehörigen Bar und einem Restaurant nebenan.
In der Bar gibt’s ein Tennants Bier und im Restaurant Abendessen mit Scallops und Fish & Chips. Welcome to scotland !
 

23. /24.8.2017  Stromness

Das Frühstück gibt’s dann am Morgen auch dort.
100m weiter geht’s auf die recht große Fähre, die uns auf die Orkney Inseln bringt.
2 Stunden dauert die Fahrt an der Insel Hoy und einem schön davorstehenden Felsen vorbei. Leider ist es diesig und sehr windig, so daß man sich an Deck kaum halten kann.
 

In Stromness angekommen ist das Wetter nicht sonderlich gut, also beginnen wir mit den Indoor-Aktivitäten.

Besuch der Highland Park Distillery.  Die Beschreibung dazu gibt es - wie bei allen weiteren Distillerien - auf der Whisky-Seite.

Wir fahren nach Kirkwall, um etwas zum Mittag zu Essen. Es regnet. In einem Cafe finden wir noch einen freien Tisch für Kaffee und Kuchen.  
Nach dem üblichen üppigen full scotish breakfast mit Würstchen, Eiern, Speck, Haggis und black pudding hat man mittags nicht so großen Hunger.

Weiter geht es zur Scapa Distillery und dann nach Stromness in unser Hotel Ferry Inn.

In dem Pub hatten wir vor 2 Jahren gegessen. Unser Zimmer ist dann enttäuschender Weise in einem Gebäude auf der anderen Seite der Hauptstrasse, Eher einfach, aber geräumig. Das Abendessen gibt es dann im Pub. Ich habe Lamm.

Am nächsten Tag gibt es ebenda auch Frühstück.

Dann fahren wir bei herrlichstem Sonnenschein über die Churchill Barriers bis nach South Ronaldsey.

Die Geschiche in der Churchill-Barriers geht so:

Da die Bucht geschützt liegt, wurde sie in der Geschichte öfter als Naturhafen benutzt. Erst die Wikinger, dann Napoleon, dann die britische Marine deren Hauptstützpunkt Scapa Flow in beiden Weltkriegen war.
1918 versuchte UB 116 in Scapa Flow einzudringen und wurde vernichtet.
Nach dem Waffenstillstand wurden 74 Schiffe der deutschen Hochseeflotte in Scapa Flow interniert. Dort gab Konteradmiral Ludwig von Reuter Befehl zur Selbstversenkung der Flotte, damit sie nicht den Briten in die Hände fällt. Heute liegen immer noch sieben Schiffe am Meeresgrund und dienen als beliebtes Ziel für Tauchausflüge.
Im Zweiten Weltkrieg gelang es dem deutschen Unterseeboot U 47 unter Kapitänleutnant Güsnther Prien, 1939 in die Bucht von Scapa Flow einzudringen und das britische Schlachtschiff HMS Royal Oak mit 833 Mann Besatzung versenken.
Nach diesem Vorfall wurden sämtliche östlichen Zugänge durch befahrbare Dämme versperrt. Diese sogenannten Churchill Barriers wurden von italienischen Kriegsgefangenen erbaut.

Beim Tomb of the Eagles gibt es ein kleines Museum mit so einer Art Führung zu sehen.
Dann führt ein Wanderweg zu einer bronzezeitlichen Schwitzhütte (weiß man nicht genau) und dann an der Steilküste zu einem steinzeitlichen Grab, in das man nur auf einem Wägelchen liegend gelangt.

Der Heimweg führt uns noch zu einem langen Sandstrand und Hundeauslauf auf Hoxa.

Weiter geht es dann zum eisenzeitlichen Broch of Gurness. Ein Wehrturm mit Häusern darum. Sehr sehenswert.

Dann die Standing Stones auf Stanness, wieder aus dem Neolithikum, die mit Schafen dekoriert herumstehen.

Zuletzt dann der Ring of Brodgar, den wir vor 2 Jahren noch ohne Zaun darum sehen konnten.
Wegen der vielen Besucher hat sich das Moor darum so komprimiert, dass sich das Wasser staut und die Steine gefahrlaufen umzufallen. Deshalb wurde eine Drainage angelegt und man kommt nicht mehr überall hin.

Zurück in Stromness finden wir eine Bank in der Sonne und sehen der Fähre beim Auslaufen zu. Abendessen gibt es wieder im Pub. Mein Orkney Highland-Rindersteak ist sehr gut.

25.8.2017 Ullapool

Morgens geht es mit der Fähre wieder nach Britannien – Festland ist ja nicht ganz richtig.

Erstmal Tanken, dann Richtung Westen um Schottland herum. Zunächst kommt ein stillgelegtes Atomkraftwerk, dann wird die Strasse einspurig. Dann gibt es bei Aprilwetter wunderbare Aussichten auf Täler, Lochs und Strände. Am Nachmittag erreichen wir Ardvreck Castle.
Eine halbe Stunde später sind wir in Ullapool im Hotel Caledonian.

Der Ort besteht aus 2 Strassen und ist schnell erkundet. Da die Anzahl der Restaurants auch nicht gerade hoch ist kehren wir im Seaforth Inn ein und bekommen zuerst Muscheln und dann jeder einen Dram (Highland Park 18, Balvenie Caribbean Cask) an der Bar.

26.8.2017  Stornoway

Die frühe Fähre bringt uns auf die Insel Lewis and Harris. Ja das ist EINE Insel.

Wir fahren erstmal ans nördlichste Ende zum Butt of Lewis Leuchtturm. Auf dem Weg zurück geht es am Standing Stone „Clach an truisha“  vorbei wo ein Nachbar freudig die deutschen Besucher willkommen heißt.

Dann gibt es ein Blackhouse Museum, wo man sehen kann wie die Menschen hier früher gewohnt haben. Dann zum Dun Carloway und dann zum Ring of Callanish. Letzterer ist sehr sehenswert und auch gar nicht überlaufen – na ja hier kommt man nicht eben mal so hin.

Zurück in Stornoway geht es in unser Hotel Crown Inn. Ein hübsch eingerichtetes Pub/Restaurant/Hotel.
Nur das Zimmer ist etwas klein, als wäre gar kein Platz in Schottland.
Abendessen gibt es ebenda.

27.8.2017 Tarbert

Nach dem Frühstück fahren wir erst einmal zur Columba Church. Dann geht es Richtung Harris. St. Clements Church und Horgabost.
Das Wetter ist sehr regnerisch.

Es ist Sonntag und alle Läden mit Harris Tweed sind geschlossen. Früh sind wir dann also in unserem Hotel Hebrides in Tarbert, daneben gibt es eine handvoll Häuser, einen Fähranleger und eine ganz neue Distillery.

Das Abendessen muss bis 20:15 warten, weil man ausgebucht ist. Die Einrichtung von Hotel, Zimmer und Restaurant ist sehr schick und modern, der Preis ist allerdings auch sehr hoch. In England ist morgen Bankholiday.
Das Essen ist gut und der noch sehr junge Abhainn dearg Whisky ist zumindest mal interessant, auch wenn der eher wie ein Trester schmeckt.

28./29.8.2017 Skye

Weil die Fähre so früh geht gibt es eine Lunchbox mit an Bord. Die Wellen schlagen bis aufs 6. Deck hoch. 2 Stockwerke tiefer schaukelt es schon viel weniger.

In Uig angekommen fahren wir zum Fairy Glen ganz in der Nähe. Das wäre bei besserem Wetter sicher hübsch, aber es nieselt nur.
Beim Duntulm Castle fliegen wir fast weg.
In Portree warten wir vor einem der wenigen Restaurant auf die Mittagsöffnung.
Dann noch kurzes Shopping im Coop und weiter geht’s zum Hotel Ullinish Country Lodge, wo wir schon einmal waren. Checkin striktly at 15:00.
Das Wetter wird etwas besser und wir versuchen nochmal die Wanderung zu der Halbinsel im Loch Harport.

Abendessen gibt es dort im Restaurant.

Am nächsten Tag wird das Wetter besser.

Wir wollen zu den Fairy Pools. Parken ist schon schwierig, so viele Leute sind hier. Chinesen parken die passing places  zu, so daß man auf der single track road nicht aneinander vorbei kommt. Nach wenigen hundert Metern ist ein Bach zu überqueren. Für Yvonne zu breit sie traut sich nicht und wir kehren um.

Neist Point bei Sonnenschein, nochmal zum Fairy Glen, dort ist es diesmal schon viel schöner.
Über Quiraing soll es an die Ostküste gehen. Dort stehen wir dann auf der single track road im Stau.
Ein Deutscher Camper steht mit einem Rad im Moor und muss herausgezogen werden.

Dann geht es 100m weiter und alle müssen ein Womo umfahren.

Dann geht nichts mehr, die passing places sind zu klein für die vielen Fahrzeuge.
Es dauert eine ganze Weile, bis alle – auch die Chinesen – kapiert haben, daß es nur mit Rückzug zur nächsten Ausweichstelle geht.
Wir ergattern dann sogar noch einen Platz an dem Parkplatz mit Aussicht auf die Serpentinen.

Richtung Hotel kommen wir nochmal am Kiltrock und Stoor vorbei.

Beim 2. Abendessen gibt es Lochmonster.

30.8.2017 Oban

Zuerst geht es nach Armadale, das Schloss ist nicht so beeindruckend, der Park bei Regen auch nicht, das Museum ist ganz hübsch. Der Ausflug über eine total gefährliche Strasse nach Otter haven ist irgendwie ein totaler Reinfall, irgendwie sind wir wohl nicht am richtigen Ort, weit über der Küste kann man doch keine Otter sehen.

Weiter geht die Fahrt durch Aprilwetter nach Oban. Unser Hotel The Ranald ist sehr hübsch eingerichtet und liegt mit Parkplatz auf der Strasse davor recht zentral.

Abendessen gibt es im Eeusk, von der Portion Muscheln sind wir enttäuscht und nehmen noch etwas Lager und einen Dram Oban Destillers Edition im Pub an der Ecke.
Als wir herauskommen hören wir Dudelsackmusik. Vor dem Bahnhof steht die Oban Highschool Pipe Band mit sicher 50 Dudelsäcken und Trommeln.
Bis es dunkel wir spielen sie da, Gänsehaut.

31.8./1.9.2017 Tobermory

Beim Frühstück müssen wir auf die warmen Speisen verzichten, weil wir haben keine 20min darauf zu warten, die Fähre geht gleich.

In Mull angekommen verpasst Yvonne bei Anstehen auf dem Klo den Zugang zum Fahrzeugdeck und ich muss sie am Fußgängerausgang wieder aufsammeln.

Zunächst geht es zum Duart Castle. Ganz hübsch, solange nman hie rnich tgeheiratet wird und vom Burgherren wegen Kinderlosigkeit einfach auf einem Stein im Meer ausgesetzt wird, was natürlich Familienfehden nach sich zieht.
Dann fahren wir nach Dervaig und dann nach Tobermory. Dort melden wir uns für eine Führung in der Tobermory Distillery an und checken im Park Lodge Hotel ein.

Abendessen gibt es im Tobermory Hotel Restaurant. Dort arbeitet ein Deutscher an der Bar, bei dem wir Ledaig 10 und Balvenie trinken.

Da wir am nächsten Tag früh in Finnophort sein müssen gibt es wieder einen Lunchbox.
nach 90minütiger Fahrt am westlichen Ende von Mull angekommen kann man direkt am Anleger Parken mit Gebühren oder ein Stück von einem kostenlosen Parkplatz dorthin zurücklaufen.

Mit einem Boot von Staffatours fahren wir zunächst nach Staffa. Das Wetter ist perfekt, wir können an Land gehen.
Man sieht die Höhle und die seltsamen Felsen von nahem und kann ober auf der nassen Wiese herumlaufen.
Auf der Rückfahrt steigen wir auf Iona aus und schauen die Abbey an.
Die ist für Schottland sehr wichtig, Könige wurden hier gekrönt und begraben und die Insel von Irland aus christianisiert.
Seltsamer Weise fand der erste Angriff der Wikinger ausgerechnet hier statt.
Mit der Personenfähre geht es zurück nach Mull.

Abendessen und Drams wieder im Tobermory Hotel. Die Muscheln dort sind die besten der ganzen Reise.

2.-5.8.2017 Bowmore

Morgens wieder Lunchbox, dann Fähre nach Oban. Wir fahren nach Tarbert und Essen eine Kleinigkeit. Dann geht es zum Anleger nach Islay. Dort angekommen geht es bei schönstem Wetter zum Finlaggan Loch, wo der Clan der MacDonalds im Mitelalter eine befestigte Siedlung auf einer Insel in einem See auf einer Insel hatte. Bruichladdich hat schon zu, also weiter nach Saligo Bay und dann zum Hotel Harbour Inn. Dort gibt es auch Abendessen.
Die Panzer der Crabs sind leider nicht ganz zerschlagen und Tischwerkzeug hat man nicht. Die Auswahl von Drams in der Bar ist nicht so sonderlich groß, man gehört halt zu Bowmore, ich nehme einen B
owmore No 1.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Lagavulin und warten 30min auf die Führung. Es gibt ein paar Raritäten zu kaufen. Bei Ardbeg leider nicht und bei Laphroaig müssten wir über eine Stunde warten, da kommen wir lieber morgen wieder. Wir gucken dann Kilchoman an.

Am Abend gibt es Lobster.

Heute haben wir viel Zeit und fahren dann erst nach Bruichladdich für den Valinch und ins Heimatmuseum und dann zu Laphroaig. Dort hat man leider unsere Reservierung von gestern vergessen und wir warten eine halbe Stunde.

Abendessen gibt es im Bowmore Hotel, wo wir vor 2 Jahren waren.
Die Whisky Bible gibt es immer noch und wir können 2 verschiedenen Bruichladdich Valinch testen. Mehr schafft die Bedienung nicht, es ist Fussballabend Schottland gegen Malta.
Dennoch ist diese Bar – zumindest was Islay Whisky angeht – die bestausgestatte der Welt.

5./6.9.2017 Brodick

Die Fähre bringt uns von Port Ellen nach Kintyre zurück, es geht dann quer über die Halbinsel zum Anleger nach Lochranza.

Dort gibt es eine Burgruine zu sehen und die Einraum Destillerie von Arran. Dann geht es weiter zum Auchrannie Resort.
Eine Anlage mit 2 Hotels am Rand von Brodick, was man sich aber nicht als Ort vorstellen darf. Die interessanten Restaurants der Anlage sind Anfang der Woche geschlossen und so gehen wir nach Brodick. In der Brodick Bar gibt es ganz anständiges Essen mit mediterranen oder asiatischen Einflüssen, anscheinend polnische Bedienung,  Bier und Whisky : A
rran Sauternes und Port.

Am nächsten Tag fahren wir einmal um Arran herum.

Besonders erwähnenswert sind natürlich die Standing Stones von Machrie Moor. Gleich sechs Steinkreise, die man in 2 stündiger Wanderung sehen kann, stehen da.

Abendessen gibt es wieder in der Brodick Bar.

7.-10.9.2017 Edinburgh

Das Frühstück im Hotel für £15/p.P.  sparen wir uns und essen auf der Fähre.

Mit der geht es zurück nach Britannien und über die Autobahn nach Edinburgh.

Der Weg führt uns zuerst ans Meer zur HMS Britannia, die ehemalige Yacht der Royals, heute ein Museum.

Unser Hotel Leonardo Edinburgh liegt nahe Haymarket, 20min Fussmarsch in die Stadt, Parken auf dem Hof.

Das Hotel ist ganz Modern und das Zimmer nicht zu klein und hübsch dekoriert.
Im Regen gehen wir die Princes Street hinab und zur Royal Mile hinauf.
In einem Pub gibt es Abendessen und einen Whisky flight.
Auch hier fällt auf, daß die wenigsten Beschäftigten in der Gastronomie Briten sind.

Die Preise für Whiskyflaschen in Schottland sind ja aufgrund der dortigen Alkoholsteuer schon hoch, aber die Läden auf der Royal Mile toppen alles. Daneben gibt es Tartanschals oder Kilts zu kaufen.

Am nächsten Tag nehmen wir die Strassenbahn. ÖPNV funktioniert hier gut, nur muss man das Geld fürs Ticket abgezählt haben, selbst der Automat gibt nicht raus. In der Bahn fährt immer ein Kontrolleur mit.

Wir gehen zunächst zum Hollyrood Palace, dem Sitz der Königin in Schottland. Das Schloss und die Abbey nebenan sind wirklich schön und der Audioguide sehr informativ. Es gibt ein Bierchen gegen den Durst und wir besuchen dann die National Gallery – auch mit Audioguide.

Wir haben dann Afternoon Tea mit allem drum und dran im http://www.thedomeedinburgh.com/, Abendessen fällt dann aus nach Sandwiches, Kuchen und Scones.

Am nächsten Tag geht es mit dem Bus zum National Museum, eine Mischung aus Naturkunde, Technik und Kulturgeschichte. Wie Deutsches Museum und Römisch–Germanisches in einem. Da könnte man Tage verbringen. Die steinzeitlichen oder mittelalterlichen Funde von den Insel sind im Nebengebäude fast im Keller.
Dann geht es zur Burg mit den Kronjuwelen und jede Menge Kriegsgerümpel, die man sich getrost schenken kann.

Es ist früher Nachmittag und wir können uns ein Pint im Pub. Der Weg geht dann durch die Neustadt zurück, wo es manchmal aussieht als würde Mary Poppins hier wohnen.

Abendessen gibt es in einem Gin Club Jolly Botanist um die Ecke mit Fish and Chips, den Drum gibt es ein Stückchen weiter in der Bar Montys.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag gehen wir noch zur „beyond Caravaggio„ Ausstellung in der Nationalgalerie. Wenig Caravaggio, viele Schüler und Nachahmer.

Die Fahrt nach Newcastle geht dann ohne Verzögerungen und wir sind früh an Bord. Es kann geshoppt werden. Hier lohnt sich der Kauf von Whisky, es gibt Rabatte für 2 Flaschen einer Preiskategorie, das Personal hilft.
Abendessen gibt es diesmal im Steakrestaurant. Das ist vorgebucht und bezahlt, aber wer mehr als das kleinste und preiswerteste Steak haben will muss noch etwas drauflegen.
Es schaukelt immer mehr auf dem großen Schiff. Nach reichlich Cinarizin ist das kein Problem für uns, nur hörbar hat der Nachbar soetwas nicht. Na der wird sich gefreut haben, als beim Weckruf verkündet wird, daß sich die Ankunft in Amsterdam um 2,5 Stunden verzögert. Bei Frühstück ist es nach dem Geschaukel die ganze Nacht lang sehr leer.

 

 

Schottland - 12.September - 3.Oktober 2015

Los geht's mit der Fähre ab Amsterdam nach Newcastle. Das heisst erstmal ziemlich lange warten, dann auf das ziemlich große Schiff fahren, sich die nächste Türe merken und die Kabine finden. Danach wie alle an Deck herumstehen und gucken. Zwischendurch ein Bierchen an der Bar, dann ein Abendessen am Buffet. Dann  noch ein Einkaufsbummel und ab ins Bett. Am Morgen wird zentral geweckt. Danach Frühstück und  nach erneutem Anstehen das Autochen von der Fähre herunterfahren und durch die Passkontrolle, GB ist ja schliesslich nicht Schengen.
Insgesamt also eine Mini-Kreuzfahrt vorab.

In Newcastle wird nun also links gefahren und um das für den Anfang gleich mal nicht zu einfach zu machen, gibt es Baustellen, Umleitungen und einen Marathon durch die Stadt, der zu Umfahren ist.

Dann geht es erst einmal nach Nordwesten. Erster Stop ist Caerlaverock Castle nahe Dumfries von 1270. Eine dreieckige Wasserburgruine, der Sitz des Maxwell Clans.

Weiter geht es nach Ayr (sprich Är).

Ayr - Arrandale Hotel

Das Hotel ist ein typisches B&B. Das Wetter ist heute sehr schottisch, so wie bei uns ein April, Blauer Himmel, Wolken, Regen, Sonnenschein.

Im Sommer sind hier sicher viel Touristen an dem langen Strand, jetzt ist es sehr leer. Die für England typischen Spielhöllen sind leer, kaum jemand auf der Strasse. An der Waterfront gibt es Abendessen mit Pastete, Roast Beef, Caesar, Käse und Mess. Danach gibt es  in der Stadt in einer ehemaligen Kirche The West Kirk einen Absacker.

Am nächsten Morgen fahren wir südlich aus dem Ort Richtung Alloway, zu Robert Burns birthplace - ein bei uns unbekannter schottischer Nationaldichter. Gleich daneben ist aber eine alte Kirche und ein pitoresker alter Friedhof.

Ziel ist Culzean Castle aus dem 18. Jahrhundert, direkt am Meer gelegen, groß, prächtig, mit schönem Garten - mit Palmen.

Dann geht es schnurstracks nach Norden, am Loch Lomond vorbei. Bei Luss halten wir an und begucken eine schottisch-indische Hochzeit, den See (dieses mal bedeutet Loch See) und die kleinen Läden. Zum Mittag gibt es Kaffee und Kuchen.

Dann weiter zum Loch Fyne (dieses mal ist Loch ein schmaler Meeresarm wie ein Fjord). Vorher geht es schon mal in Serpentinen den Berg hoch. Dann kommt Schloss Inveraray von 1790, Stammsitz des Duke of Argyll und des Campbell Clans. Innen eine Waffensammlung, aussen ein Park.

Weiter geht es bis Tarbert auf Kintyre. Ein kleiner Fischerhafen mit einem Fisch Restaurant, wo wir Scallops, Prawns, Mussels und Queenie haben, einer Bar mit einer ordentlichen Malt Sammlung (Bruichladdich [sprich Bruchladdi] Port Charlotte und Dalwhinnie werden getestet, letzterer auf Hinweis eines zugereisten Kanadiers, der für das Musikfestival hier ist) und einem netten B&B mit sehr nettem Host und morgens gutem schottischen Frühstück mit Haggis und Black Pudding.

Haggis ist eine Art Saumagen aus Schaf mit viel Innereien und Hafer darin. Black Pudding ist eine Art Blutwurst, aber ohne Fettstückchen, dafür mit sehr vielen Gewürzen.

Tarbert - Knap Guest House

Am nächsten Morgen geht es 10min nach Kennacraig, wo die Fähre nach Islay (sprich Eila) ablegt und 2,5 Stunden nach Port Ellen fährt.

Kaum ist Islay in Sicht drängen sich die Touristen, um die Gebäude der Destillen Ardbeg, Laphroig und Lagavulin an der Küste zu fotografieren.

Kaum angelandet fahren wir die Single Track Road (eine Supr für beide Richtungen) an den Destillen vorbei zum Kildalton Cross, wahrscheinlich aus dem 8. Jahrhundert.

Dann kommt erstmal Ardbeg, Besichtung wird für den nächsten Tag vereinbart. Dann Lagavulin, die Destille ist gerade silent, d.h. in der jährlichen Revision, Verkostung mit Schokolade gibt es trotzdem, die vereinbaren wir auch für den nächsten Tag.

Weiter geht es quer über die Insel auf einer schnurgeraden Strasse durch das Moor bis nach Bruichladdich, dort eine Führung und Verkostung (Details hierzu und zu allen anderen Brennereien stehen hier), sowie der Kauf von 2 Flaschen. Zurück nach Bowmore und einchecken in unser Heim für 3 Nächte.

 

Islay - Bowmore Hotel

Das Zimmer ist klein, das Bad noch kleiner, das Waschbecken hat tatsächlich Lilitputformat. Naja Konkurrenz gibt es halt auf der Insel fast gar nicht, das andere Hotel in Bowmore wird gerade restauriert. Restaurants gibt es dementsprechend im Ort (der aus 2 Strassen von 400m Läge besteht)  auch nicht. Abendessen also im Hotel, wo man ordentliche Hausmannskost serviert. Scallops , Prawns und Muscheln.
Vor allem stehen aber rund um alle Wände der Stube alle Whiskyflaschen die jemals auf Islay produziert worden sind. Hier kann man alles probieren, wenn man ein Dram (ein Glas Whisky) bestellt. Ein Bunnahabein und ein Kilchoman werden getestet, zwei kleine Destillen auf der Insel, deren Whisky wir noch nicht kennen.

Morgens gibt es schottisches full breakfast also Eier, Bacon, Haggiv, black Pudding, Potato cones, Tomate und Champignons mit Toast - white or brown ?

Wir fahren wichtig Port Ellen und weiter westlich zur Kilnaughton Bay, wo es einen Friedhof am Meer gibt. Alle gucken hier aufs Meer.

Wir folgen der Strasse, die schnell ein single track (einspurig für beide Richtungen mit Ausweichstellen) und dann eine Schotterpiste wird bis an die Inselspitze und wandern an Highland Cattle und Schafen vorbei, durch kissing gates (ein Tor durch das die Tiere nicht hindurch komme ) hindurch zum American Monument. Daneben wunderbare Steilklippen. Die Sonne scheint, T-Shirt Wetter auf Islay, wer hätte da gedacht ! Die Insel ist beinahe baumlos und wirkt fast geduckt unter dem ständigen Westwind. Die sanfte Hügel sind mit niedrigem Buschwerk und Flechten bewachsen.

Aber wir haben ja noch eine Verabredung mit Ardbeg. Eine Führung ist angesagt. Danach zu Lagavulin, wo es eine Verkostung mit Schokolade gibt.
Danach noch ein Blick über die Bucht auf die Destillerie. Dann zurück nach Bowmore, das Auto abgestellt und zur Bowmore Destillerie und die Ecke.

Danach Abendessen mit Muscheln, Linsensuppe und Lamm. Drams als Nachtisch, diesmal ein Bunnhabain 18 yrs und der Ardbeg Perpetum.

Nach dem wiederum umfangreichen Frühstück geht es ganz nach Westen nach Potnahaven mit Blick auf die Insel Orsay.
Dann zur Saligo Bay mit tollen Felsen, dann ein Friedhof bei Kilnave, weiter nach Bunnahabain, wo die Führung gerade weg ist.

Dann zu Caol Ila und schnell weiter nach Port Askaig, das nur aus dem Anleger und  einem Hotel besteht.

Bei Bridgeend gibt es sowas wie ein Touristen-Shopping-Center mit einem Cafe, 3 Läden und einer Brauerei.
Abends wieder Hausmannskost: Muscheln , Krabben, Beef und Wild, Tennent's (das inzwischen ausgemachte Lieblings-Lager) und Drams, ein Octamore war dabei.

Am nächsten Tag geht es mit der Fähre wieder zurück aufs Festland.

Es geht nach Norden. Bei Kilmartin gehen wir zu den Temple Wood Stone Circles. Dort gibt es einen Steinkreis, einige einzelne Steine auf einer Schafweide und ein Hünengrab. Nördlich geht es dann um den Loch Awe auf einer Single Track road herum. Am nördlichen Ende versuchen wir Kilchurn Castel zu finden. Die Beschreibung im Reiseführer passt nicht, da landet man auf Privatgelände und sieht kaum den See. Schilder gibts auch nicht. Nächster Versuch ist die Terrasse eines gerade geschlossenen Hotels, von dar aus man die Ruine sieht. Der Tag endet dann in Oban.

Die Kleinstadt ist Ausgangspunkt einiger Fähren und hat neben zwei Stadtstränden, viele Läden, Kneipen, Restaurants und eine Whiskydestillerie gleichen Namens zu bieten.

Blog zur Insel Islay

Oban - The Caledonian Hotel

Unser Hotel hat etwas viktorianischen Schick, ein großes Zimmer und polnischstämmiges Personal, dass uns zum Parken zum gegenüberliegenden Bahnhof schickt.
Spaziergang an der Uferpromenade, die Sonne scheint 20 Grad. Wir ergattern nach einigen Versuchen einen der weniger Aussenplätze in der Sonne und gehen im Eeusk zum Abendessen mit Taster Platter, Scallops, Muscheln, Creme Brulee und Chocolate Shot.

Am nächsten Tag geht es nach wiederum üppigen schottischen Frühstück zunächst nach Castle Stalker (kommt in Ritter der Kokusnuss vor), wo man wiederum einige Phantasie benötigt, um einen guten Blickpunkt zu finden, wobei der Reiseführer nicht hilfreich ist und es auch keine Schilder gibt. Weiter um den Loch Linneh herum und auf die Road to the isles, die der Reiseführer besonders hervorhebt.

Etwa in der Mitte der Strecke gibt es bei Glenfinnan ein Viadukt zu sehen, das alle Harry Potter Fans kennen. Wenn man genau zu den beiden Zeiten am Tag ist, wenn der Zug hier vorbeikommt ist es sicher eindrucksvoller. Dahinter wird aber wenigstens die Strasse schöner am Loch Eilt vorbei, bis man in Mallaig landet, wo die Fähre nach Skye ablegt. Wir sind sehr pünktlich da und können noch etwas den Dampflockzug angucken, der gerade im Bahnhof steht.

Die Fähre setzt dann unter lautem Gehupe der Autoalarmanlagen in einer halben Stunde nach Armadale auf Skye über.

Das Wetter ist heute nicht so toll, dabei ist die Landschaft hier zunehmend beeindruckend. Es gehen regelrechte Passstrassen die Berge hinauf, auf denen sich Fahrradfahrer quälen. Kurz vor unserem Hotel besuchen wir noch die Talisker Destillerie, dann geht es zur

Skye - Ullinish Country Lodge

Ein sehr gediegenes Haus. Unser Zimmer ist sehr viktorianisch eingerichtet und hat eine tolle freistehende Wanne, in der man nicht Duschen darf, weil das Bad wohl nicht ganz nasszellengeeignet gebaut wurde. Die Wände sind hier so dick, daß man nur in der Lounge Wifi Empfang hat. Abends gibt es dort die Möglichkeit etwas von der Umfangreichen Whiskyliste zu kosten und in den zahlreichen Bildbänden über Skye zu blättern. Danach gibts es dann das 3-Gänge Menü, das im Preis inklusive ist.

Nach dem Frühstück machen wir eine Rundfahrt über die Insel. Das Wetter ist heute sehr bewölkt und regnerisch. Die Sonne lugt immer nur kurz zwischen den tiefhängenden Wolken hervor.
Erstes Ziel ist Portree, ein kleiner Fischerort. Dann am Old man of Storr vorbei nördlich. Dann die Lealt Falls und die Mealt Falls.

Dann südwestlich zum Dunvegan Castle mit seinen prächtigen Gärten. Schon überraschen hier oben windgeschützt hinter Mauern Palmen wachsen zu sehen. Gewächshäuser gibt es auch immer.

Nur ein paar Minuten weiter wieder eine alte Kirche mit Friedhof drumherum und oben auf dem Hügel ein einzelner Hinkelstein.

Für den nächste Tag steht eine weite Fahrt an.  Über die Brücke zurück auf Festland und dann zur "Highländer" Burg Eilean Donan Castle. Das Wetter klart nach Frühnebel wieder auf und so sieht die Burg im Loch Duich wie aus dem Bilderbuch aus. Gerne wären wir von hier die Westküste hochgefahren, aber bei den bisherigen Erfahrungen  mit der Strassen trauen wir den Routenberechnung lieber nicht und fahren die Hauptroute an der Ostküste hoch. Also erstmal am Loch Ness vorbei, wo wir einen Blick auf die Ruine Urquhart Castle werfen, Richtung Inverness und dann immer nördlich. Die gleiche Strecke werden wir ab dort übermorgen wieder zurückfahren.

Die A9 ist als Mainroute verzeichnet, bei uns würde sie wohl nicht einmal als Kreisstrasse durchgehen.

Am späten Nachmittag kommen wir in

Thurso - Royal Hotel

an. Das Hotel in der nördlichsten Stadt auf dem britischen Mainland liegt an der Hauptstrasse. Im Hotel geht es die üblichen 6 kleinen Treppen hoch und wieder runter durch 4 Korridore zum Zimmer mit Aussicht auf die Tankstelle. Hier ist es kalt und die Heizung ist nicht zu regeln. Na toll. aber es wird noch besser. In der Fußgängerzone nur 100m weiter gibt es vor allem Leerstände und nicht ein geöffnetes Restaurant oder Pub. Nur eine Billiardkneipe mit einem Haufen Jugendlicher drin hat geöffnet. Wir finden dann noch 2 kleine Hotels mit Restaurant und beschliessen uns für diesen Abend aus dem Supermarkt mit Bier und Chips zu versorgen. Wir dachten ja eigentlich Thurso wäre für 2 Übernachtungen besser als der Fähranleger Richtung

Okneys Mainland - John O'Groats Ferries

aber da mangelte es an Ortkenntnis. Am nächsten Morgen geht es also in 20 min Fahrt dorthin.

Am Schalter wird die Reservierung in ein Ticket umgetauscht und schon geht es auf die Personenfähre. Fast eine Stunde dauert die Fahrt. Auf Orkney geht es in den Bus für die Ganztagesrundfahrt. Ein sehr launiger Fahrer ist in Personalunion der Reiseführer und Geschichtenerzähler, der aus Südengland stammt und so gar nicht Schottisch spricht. Man erfährt wie oft es hier regnet, wie kalt es im Sommer ist und wie spät es hell und dafür früh dunkel wird im Winter.

Zunächst gibt es ein wenig Geschichtsunterricht über Scapa Flow. Das ist der riesige Naturhafen, der von der Hauptinsel gebildet wird.
Im zweiten Weltkrieg lag hier die gesamte englische Flotte und Churchill hatte, um ein weiteres Eindringen von deutschen U-Booten zu verhindern, nachdem Prien es  geschafft hatte, die Churchill Barriers bauen lassen, die die meisten Zugänge versperren. gebaut wurden die Dämme mit Hilfe von Blockschiffen, die noch heute aus dem Wasser ragen, und italienischen Krieggefangenen.

Dan wird noch der erste Teil der Geschichte erzählt, in dem im ersten Weltkrieg die deutsche Kriegsflotte in Scapa Flow interniert wird und sich dort selbst versenkt, damit die Schiffe nicht in englische Hände fallen. Diese Schiffe sind heute ein beliebtes Tauchziel für kälteunempfindliche Taucher.

Es gibt einen kurzen Stop in der Hauptstadt Kirkwall, dann geht es weiter nach Stromness, einem hübschen Ort mit Fährhafen, wo wir Fish und Chips zum Mittag essen. Dazu Tennent's .

Dann gehts zum prähistorischen Dorf Skara Brae, die 5000 Jahre alt ist. Die Steinhäuser liegen heute am Strand unter der Grasnarbe. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, worum man dort und nicht lieber Südengland gesiedelt hat....

Weiter geht es dann zum Ring of Brodgar, der größer ist als Stonehenge. Allerdings sind nur 27 von 60 Steinen erhalten. Die stehen seit 2700 v. Chr. dort. Kurz dahinter die Standing Stones of Stannes, die noch etwas älter sind. Beides sind wohl steinzeitliche Kalender, mit denen sich die Sonnenwenden vorhersagen lassen.

Auf Orkney gäbe es sicher noch mehr zu entdecken, wir haben aber nur noch etwas Zeit in Kirkwall. Da gibt es erstmal eine heisse Schokolade  mit eine Dram Highland Park. Die Brennerei hatten wir nur kurz im Vorbeifahren gesehen. Dann gehts zur Kirche, über die man im Gemeindezentrum einen Film sehen kann. Ein sehr prächtiges Gebäude für so eine kleine abgelegene Insel. Dann müssen wir schon wieder in den Bus und halten noch bei der Italian Chapel, die die italienischen Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg gebaut hatten. Der Fahrer hat auch hier wieder eine Reihe lustiger und rührender Geschichten auf Lager.

Zurück auf die Fähre und nach Thurso, wo wir uns heute ein Abendessen in einem anderen Hotel gönnen. Heute gibt es dort nur Service in der Bar, weil man eine Feier im Restaurant hat. Dir Bar hat leider den Charme einer Bahnhofskneipe. Es gibt Lachs und Seafood platter  - d.h. Frittiertes- mit Fosters.

Am nächsten Tag geht es dann zurück Richtung Inverness, aber diesmal nehmen wir die Sehenswürdigkeiten an der Strecke mit.

Zunächst bis Duncansby head, dem nordöstlichsten Zipfel Schottlands. Dort gib es einen Leuchtturm, Schafe, Möven und Klippen zu sehen. Hier ist es trotz  Pullover, Hoody und Windjacke etwas frisch.

Dann geht es durch mehrere kleiner Orte bis Dunrobin castle, mit Greifvögelschau und einem großen Garten. 189 Zimmer hat diese Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, daß im 17. Jahrhundert umgebaut wurde.

Nächster Stop dann in Dornoch, wo es eine Kirche zu besichtigen gibt.

Dann noch ein Stop bei Glenmorangie.

Unser nächstes Bett steht in

Inverness - Dinichian House.

Es zu finden ist nicht ganz einfach, da das B&B tief im Wald versteckt ist, aber die Wegbeschreibung hilft.
Als wir klingeln kommt ein Waldarbeiter angestiefelt. Wir sollen die Schuhe ausziehen. Der Waldarbeiter ist der Besitzer, der alles in Eigenarbeit macht und seinen schönen weißen Teppich nicht gleich wieder reinigen möchte. Das Zimmer ist zur Abwechslung mal tiptop. Es gibt genaue Infos wo man Parken und Essen kann in der Stadt, die 10min Autofahrt entfernt ist.

Inverness ist zwar eine Stadt, aber für die geplante Ganztagesbesichtigung morgen wird das wohl nicht reichen. Wir finden ein empfohlenes Restaurant in einer ehemaligen Kirche und reservieren für den Folgetag. Heute gehts dann in das Restaurant White House mit Scallops, Lamm und Wild Burger und dann nach Hause.

Am nächsten Morgen stehen die Haustiere auf der Terrasse: Rehe. Nach dem guten Frühstück, daß die Besetzerin eigenhändig macht, geht es durch die Stadt.
Um zum Parkhaus am Shoppingcenter zu kommen, muss man einmal um die Stadt herumfahren. Dann in eine Kilt-Geschäft und am  Fluss Ness (der aus dem Loch Ness kommend hier im Meer mündet) auf und ab. Rauf auf die Burg, die ein Gericht beherbergt und in das Lokalmuseum gleich daneben.  Mittagessen in einer "Filling Station" und ein kurzer Besuch des Shoppingcenters.

Abends dann zu dem reservierten Restaurant "Mustard Seed", das mit Taube, Lachs, Wild und Parfait etwas enttäuscht, vor allem warten wir lange weil viele große Gruppen zu versorgen sind.

Am nächsten Tag denn Weiterfahrt zum Cawdor Castle von 1380, das in MacBeth eine Rolle spielt. Man darf mal wieder nicht fotografieren. Der Garten ist aber auch schön.

Nächster Stop Brodie Castle. Parkuhr bezahlt, Schloss heute geschlossen.

Wir kommen an der Benromach Brennerei vorbei.

Es geht in der Reformation zerstörte Kathedrale von Elgin von 1224. Wirklich sehr beeindrucken und per Audioführer gut kommentiert. Der Sonnenschein tut sich seinen Teil und wir sind auch fast alleine dort.

Weiter gehts Richtung Speyside. Erste Destillerie Strathila.

Weiter zum Schloss Ballindalloch von 1546, im Privatbesitz und bewohnt. Was für ein nettes Zuhause. Fotografieren natürlich verboten.

Craigellachie - Hotel of Speyside

An unserem Zuhause für heute Nacht fahren wir erstmal vorbei und müssen dann suchen. Dabei steht das burgähnliche Hotel eigentlich ganz unübersehbar in der Kurve.

Abendessen gibt es dort im Restaurant Copper Dog mit Scallops und Mussels, Steak und Langostinos. Den Absacken nehmen wir im kleineren weniger feudalen Hotel gegenüber ein. Scapa und Bunahabbin waren auf jeden Fall dabei.
In unserem Hotel können wir dann an der tollen Bar nicht vorbeigehen und nehmen noch etwas BalBlair 91, Benriach 90 und Glen Cadam Oloroso. Am nächsten Tag will ich ein Foto von der tollen Bar machen, aber das geht nicht weil dort gerade eine Braut schick gemacht wird. Es wird viel geheiratet in Schottland.

Am nächsten Tag geht es zur Stipvisite bei den Brennereien Macallan, Aberlour und Cardhu.

Dann Schloss Blair, Sitz der Murrays und des Duke of Atholl von 1269.Dort sind auch die Atholl Highländers stationiert, die einzige legale Privatarmee Europas.
Dort ist wieder Hochzeit. Der Vorteil ist der Dudelsackspieler vor dem Schloss, der Nachteil ist, daß man nicht in alle Räume kommt.

Dan noch zur kleinsten Destille Schottlands: Edradour.

Nach einigen Einkäufen dort geht es dann zum Hotel in

Pitlochry - Atholl Palace

Klingt gut, sieht auch gut aus, aber wie meistens ... es gibt mal wieder eine Hochzeit, der herumstehende Personal kann auch auf Nachfrage nicht mal sagen wo das Zimmer ist. Natürlich geht es Treppen auf und ab. Das Zimmer ist auch wieder klein und nicht gerade mondän. Das SPA ist auch nichts außer schmuddelig.

Also gehen wir den Hügel in die Stadt hinunter zum Essen. Im ersten Restaurant Old Mill wollen wir nicht wieder vor der Küche am Pass sitzen und gehen bis zum Ortsausgang bis zu Auld Smiddy dort hat man ausreichend Platz  für uns und Scallops, Lachs, Lammleber und Salat in üppigen Portionen.

Nach dem Frühstück geht es am nächsten Tag zunächst nach Glamis Castle (sprich gläms), dem Jugendwohnsitz von Queen Mom. Das Schloss ist Sitz des Grafen von Strathmore, auf der 10 Pfund Note abgedruckt und kommt bei Macbeth vor. Monster und Geister gibt es da auch.

Dann weiter nach Dundee. Dort soll ein Segelschiff im modernisierten Hafen liegen. Ja da sind Restaurant und da ist auch ein Schiff, aber ohne Masten eher als Kinderattraktion. Umsonst die Parkuhr gefüttert.

Weiter dann bis

St Andrews - Ogstones on north street

In der Golfhauptstadt der Welt ist die Hölle los, ein sonniger Spätsommersonntag in Schottland, alles ist unterwegs, Parkplätze rar. Das Hotel ist ganz hübsch, blöd nur, daß man uns auf Nachfrage nicht erklären kann, wo Parkplätze ohne 2 Stunden Limit sind.

Nach erfolgreicher Parkplatzsuche geht es dann also die Strasse hinunter. Wir finden eine zur Universität (an der der Thronfolger studiert hat) gehörige Kirche in der der Chor probt und dann vor der Küste die Ruine der Kathedrale von 1160 mit Friedhof drum herum. Da es Sonntag ist, ist der Eintritt frei. Ein Stück weiter geht es zum kleinen Hafen, wo wir uns ein Eis gönnen und am Strand schlendern. Auf dem Rückweg gucken wir uns nach Restaurant um und finden erstmal einen Pub mit Tischen in der Sonne.

Da gerade wer geht finden wir einen Platz und es dauert nicht lange, bis uns die ältere Dame nebenan anspricht. Erst dachten wir, die kennen sich alle hier, aber nein, man schwatzt halt nur gerne. Sie erzählt uns von einem Besuch in Deutschland, dem schottischen Wetter (das Thema geht immer), dem eigenen Wohnmobil und schottischer Küche. Sehr nett, auch wenn einige der reiferen Herrschaften dort anscheinend schon ein paar Pints zu lange dort sitzen.

Abendessen gibts dann in einem schicken Restaurant Adamson mit Krabben und Muscheln. Danach noch mal zum Pub, ein paar Leutchen sind immer noch da, aber nicht mehr ansprechbar bzw. man versteht sie nicht mehr. es gibt noch ein paar Drams (Bruichladdich Rum Cask und Ardbeg Galileo) für uns. beim Gehen fällt die Sonnenblende von der Kamera ab und muss erstmal gesucht werden.

Am nächsten Tag geht es dann nach dem Frühstück Richtung der Fischerdörfer im Süden weiter.

Crail, dann Anstruther mit dem kleinen und verwinkelten Fischereimuseum. Dann zum Falkland Castle, das ehemalige Jagdschloss der schottischen Könige, mit dem ältesten Tennis Court der Welt. Von dort weiter nach

Stirling - Friars Wynd.

Die Anfahrt ist erstmal ziemlich blöde, weil die Strasse eine Fußgängerzone ist, was der Navi nicht weiss. Also noch  einmal um den Block, da war ein Parkplatz kurz vor der Strasse. Und was für ein Glück es gibt von dort aus einen Hintereingang zum Hotel. Das total neu renovierte Hotel führt eine junge Chinesin, die noch keine Beschreibung hat, wie man zum preiswerten Parkplatz am Bahnhof nur 2 Minuten zu Fuß vom Hotel fährt - nämlich einmal um die Innenstadt herum. Also fährt die schnell mal mit und lotst mich dorthin. Das ist ja mal ein Service.

Stirling habe ich mir irgendwie interessanter und größer vorgestellt. Für den nächsten ganzen Tag werden die Sehenswürdigkeiten nicht ausreichen.

Nach Zählung der Frisörgeschäfte in Stirling - bei 20 hören wir auf, gibt es aber zunächst zur Abwechslung mal ein IPA in einer Sportbar, Abendessen im Hotel und ein Absacker in einem Pub mit riesiger Whiskyauswahl. Der Port Ellen für 60BP der Dram nehmen wir nicht. Ein rarer Kilchoman Rum Cask tuts auch und wir plaudern mit der Besitzerin über die Hotel auf Islay und die Schotten, die wir im Pub nie Whisky trinken sehen, weil sie sich das Zeug im Supermarkt kaufen. Kommt daher der Ruf geizig zu sein ?

Am nächsten Tag geht dann also nach dem Frühstück nach Glasgow.

Erstes Ziel Kelvingrowe Art Museum, groß,alt, didaktisch sehr gut aufbereitet.

Zum House for an Art Lover kommen wir mangels Parkplatz mit wenigstens 1h erlaubter Haltezeit nicht. das ist auch so ein Thema in Schottland: Parkuhren.

Also weiter zur Burrell Collection, ein eher kleines Museum in einem großen Park. In Fußentfernung eine Wiese mit Highland Cattle und ein altes Herrenhaus zur Besichtigung. Der Pförtner dort kennt Fortuna Düsseldorf.

Abendessen in einer Kneipe um die Ecke, mit Salat, Mais und Steak.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück erstmal rauf auf die Burg oben auf dem Hügel. Erst noch ein Blick in die Kirche und auf den Friedhof. Das Schloss selbst ist ziemlich unspektakulär, da keine alte Einrichtung vorhanden ist, dafür aber von Touristen in Bussen überlaufen. Besonders interessant sind eigentlich nur die Statuen aussen am königlichen Palast. Argylls Lodging gegenüber ist sogar sehenswerter.

Von Stirling aus fahren wir zum Falkirk Wheel. Ein 2002 eingeweihtes Schiffshebewerk in weltweit einmaliger Konstruktion der Nassförderung, das entsprechend dem Archimedische Prinzip mit erstaunlich wenig Energie auskommt.

Weiter zur Rosslyn Chapel von 1446. 40 Jahre wurde an diesem Wunder aus Sandstein gebaut. Innen über und über dekoriert - Fotografieren verboten.
Die Bedeutung vieler Muster und Figuren ist unbekannt, 213 Quadrate könnten Noten sein, Maiskolben ein Beweis für die Ertdeckung Amerikas durch den Earl of Orkney vor Kolumbus und die Krypta kommt auch im "Sakrileg" vor.

Weiter gehts dann zur Übernachtung im

Peebles - Tontine Hotel

Ein netter kleiner Ort mit sogar einigen Lokalen. Hinter dem Hotel kann man noch etwas am Fluss in der Sonne sitzen. Abendessen gibt es nochmal in einem Cross Keys - anscheinend eine Kette - Mit Rippchen, Salat und Tennent's.

Am nächsten Tag geht es durch die Region Borders. Die Strassen sind hier wieder schmal, kurvig, überraschen und gerne auch mal gesperrt.

Erstes Ziel ist Melrose Abbey. Wieder die Ruine einer Kirche und Abtei. Dann Dryburgh Abbey und Jedburgh Abbey.
Die Gegend war im 12. Jahrhundert so abgeschieden, daß Zisterzienser und Augustiner dort Abteien bauten, die dann im englischen Bürgerkrieg zerstört wurden.

Danach noch Floors Castle. Das größte bewohnte Schloss Schottlands. Auch hier ist wieder Fotografieren verboten.

Zurück zum Hotel und Abendessen bei Coltmans.

Nach dem Frühstück geht es nach Newcastle, einmal quer durch Südschottland. Es gibt sogar mal ein Stück Autobahn.
In Newcastel haben wir bis zur Fährabfahrt noch etwas Zeit und besuchen die Laing Art Galerie, die größtenteils geschlossen scheint. Es ist immer noch schönes Wetter, so daß wir noch durch die Innenstadt schlendern können. Dann werden die restlichen Pfunde  vertankt und es geht zum Fähranleger. Ein Bierchen auf dem Sonnendeck, Shopping im Duty Free und Abendessen im Buffetrestaurant.

Morgens sind wir dann recht pünktlich in Amsterdam und nach 2,5h Autofahrt und insgesamt 3800 Kilometern Strasse wieder zuhause.

 

  • London - Dezember 1997

Gebucht bei Neckermann

Hotel St. James Court, direkt beim Buckingham Palace, war ganz schöne, leider war der Sportsclub geschlossen (darum wohl der günstige Preis vor Silvester) , Frühstück gibt's tatsächlich in zwei Klassen (englisch oder Kontinental) wobei kontinental dann ohne Rührei, Speck und Sausages bedeutet. Bei den für England kühlen 0°C hat allerdings die Heizung schlapp gemacht und erst nach "energischem" Nachfragen bekamen wir eine elektrische Heizung aufs Zimmer.

Schöne Museen (vor allem die Tate Gallery und British Museum) und Kirchen.

Das Essen war wie erwartet, auf jeden Fall in Pubs essen gehe, Empfehlung: The Swan nördlich vom Hyde Park.
Ansonsten Shopping vom Punk bis zum handgemachten Schuh. Es gibt ansonsten noch tolle Musicals zu sehen.

Mit der U-Bahn vom Heathrow dauert's eine Stunde für 3 Pfund bis ins Zentrum.
Beim nächsten mal fahren wir im Sommer hin, dann hat man auch was von den Gärten und kann Ausflüge in die Umgebung machen.

 

  • Bournemouth Sommer 1981

Squashspielen bei Basil Hampton, sonst nicht so viel los, englischer Badeort halt