Südwesten
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Südwesten 5.-26.5.2005

Hotels und Wohnmobil von CruiseAmerica gebucht bei DerTour
Flug gebucht bei United

Bei der Flugbuchung ging einiges schief. Am Heiligabend 04 kommt per Post eine Bestätigung / Rechnung von United, dort steht als Abflug Flughafen Los Angeles und nicht wie geplant Las Vegas. Wie das zustande gekommen ist, kann ich mir nicht erklären, vielleicht habe ich wirklich LAX statt LAS eingegeben und das dann nicht mehr gemerkt ? Na auf jeden Fall rufe ich gleich bei der Buchungszentrale in Frankfurt an, nach 5 Minuten Warteschleife komme ich durch und werde dann recht schnell wieder in die Warteschleife gelegt. Nach 15 Minuten reicht es und ich rufe noch mal an. "Ja das Umbuchen kann eine Weile dauern" sagt mir die nächste Dame und verspricht mir nach 10 Min Warteschleife mich zurückzurufen, was auch eine Stunde später passiert. 550€ soll die Umbuchen kosten 100€/Person für die Umbuchung und der Rest wegen anderer Buchungsklassen. Da ist man ja erstmal baff. Sie schickt mir ein Mail, dem ich dann entnehme, dass sie nicht nur den Abflug Ort verändert hat, sondern auch die Anreisezeit und das Datum des Flugs nach ABQ. Dann schaue ich mal nach, was der Flug LAS-LAX kostet und bin wieder baff, 39€/Person. Also rufe ich wieder an, diesmal geht die Dame gleich dran, es ist inzwischen 14Uhr, und lasse alles beim Alten und buche selbst den Flug nach LAX dazu. Die Stimmung ist dann erstmal auf dem Tiefpunkt, aber wenigstens sind wir noch mal glimpflich davon gekommen und fliegen jetzt DUS-FRA-ORD, ORD-ABQ, LAS-LAX-FRA-DUS.

Im April kommt von TED ein Benachrichtigung über die Änderung des Flugs LAS-LAX, 1 Stunde früher, kein Problem. Die Nachfrage bei United ergibt, das sich auch alle anderen Flüge um ein paar Minuten verschieben, einmal sogar ist die Flugnummer eine ganz andere.

Hinflug

Los geht es um 6 Uhr morgens gleich mit einer Stunde Verspätung ab DUS, so dass wir durch FRA hetzen, um zum Boarding rechtzeitig zu sein, wo wir von United Mitarbeitern nach Rückflug Ticket gefragt werden. Mit der Antwort "ETIX - ich hab gar kein Papier, schauen Sie doch in Ihren Computer" tun die sich was schwer. Zum erstem mal gut, dass ich die Rechnung von United dabei habe. Wir müssen uns noch mal für eine Bordkarte anstellen, obwohl wir schon eine in Düsseldorf bekommen haben.

Chicago

Kofferabholung und Immigration gehen schnell und wir suchen erstmal den Taxistand, an dem keine Taxen stehen, sondern für jeden ankommenden Gast herbeigerufen werden. Ein koreanischer Fahrer bring uns sehr geschwätzig in unser Hotel Hilton Towers. Dabei erzählt er von Micidi (Mercedes), BMW, seinem Braun Rasierer und dass die Deutschen immer Urlaub machen und so unglaublich reich sind.

Das Hilton Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen, liegt aber ganz gut südlich der Magnificent Mile in Höhe des Museums Districts. Das Zimmer ist klein und vollgestellt mit einem umso riesigeren Fernseher.
Wir laufen also los zum Shedd Aquarium. Am Lake Michigan geht's dann Richtung Loop, wo wir erstmal amerikanisch essen. Leider hat die Route 66 (beginnt gegenüber des Art Institutes) Roadside Attraction "Lou Mitchell's" abends geschlossen, so dass wir in einem Pub zum wirklich guten Burger landen.

Am nächsten morgen sind wir natürlich früh auf und gönnen uns das recht gute Frühstücksbuffet im Hotel. Dann geht es die Magnificent Mile hoch bis zum Millenium Park und in das Art Institute, vor dem wir bis zur Öffnung um 10.30 Uhr noch etwas warten müssen. Das Museum ist wohl neben denen in New York das größte und wichtigste der USA und absolut sehenswert. Danach geht's durch den Loop zum Chicago River und am "Ende" der Magnificent Mile auf das Hancock Center, Big John genannt.

Für den Abend buchen wir eine Fahrt auf dem Chicago River und dem See.

Am nächsten Tag geht es dann morgens zum Flughafen, der koreanische Taxifahrer taucht leider  nicht wie vereinbart auf. Am Flughafen gibt es NUR Check-In per Automat, Schalter mit Personal sind abgeschafft.

Albuquerque (älbukörki)

Wir stellen erstmal fest, dass man unsere Koffer bei der Sicherheitskontrolle geöffnet hat, nichts fehlt, kein Schaden. Mit dem Taxi geht es zum KOA Campground Albuquerque, wo wir auch das Wohnmobil von CruiseAmerica übernehmen. Wir müssen uns ein Video anschauen und bekommen dann statt dem reservierten 25 Feet ein 30 Feet Motorhome, ohne Aufpreis und dafür mit Küchenausstattung + Toaster und Schlafsäcken etc. kostenlos. Also schnell den Navi eingenordet (ging auch ohne externe Antenne, trotz des Alkovens) und auf zum nächsten Supermarkt und erstmal den Kühlschrank voll gemacht. Amerikanische Supermärkte sind immer wieder ein Erlebnis, die Auswahl an Obst, Gemüse und Spezialitäten scheint uns in Abq und Santa Fe besonders groß, verglichen mit der auf dem Land während der weiteren Reise. Selbst italienischer Mascarpone und Ricotta sind kein Problem, dazu jede Menge Zutaten für die Tex-Mex-Küche.
Für irgendeine Besichtigung in Albuquerque reicht die Zeit dann leider nicht mehr.

In der Nacht ist es etwas kühler, daher bleibt die Heizung eingeschaltet. Leider erlaubt dieses WoMo - im Gegensatz zu dem kleineren von Moturis (s.u.) -  den Betrieb der Heizung nur bei externer Stromversorgung, was für uns bei den Wettervoraussagen heißt, dass wir auf private Campgrounds mit hook-up angewiesen sind.
Solche privaten Campgrounds z.Bsp. KOA haben Wasser, Strom, Abwasser, manchmal Fernsehn- und Internetanschluss an den Standplätzen, saubere Duschen und Toiletten, Waschmaschinen  und einen kleinen Laden.
Das WoMo war 51.000 Meilen alt, schon etwas mitgenommen, machte aber keine Probleme, außer dass das rechte Seitenfenster über der Couch während der Fahrt von selbst aufging, wogegen Klebeband zeitweise half. Das 3 Meter hohe und breite und 9 Meter lange Gefährt (man braucht also 2 normale Parkplätze hintereinander) war mit einem Doppelbett im hinteren Teil, getrennter Toilette und geräumiger Dusche, 3 flammigem Gasherd, Mikrowelle mit Grill, 2 Spülen, Kühlschrank und Gefrierfach, Couch, Tisch, 2 Alkovenbetten und Klimaanlage ausgerüstet. Den Generator zur autarken Stromerzeugung haben wir nie verwendet, das kostet pro Stunde 1 Gallone Benzin und 3$ Gebühr und macht einen riesigen Lärm. 24 l Benzin frisst so ein Monster im Durchschnitt, das sich auf einer 4-spurigen Strasse nicht ohne Zurücksetzen wenden lässt.

Am nächsten Tag geht es dann mit einem kurzen Abstecher zum Isleta Pueblo, wo gerade die Messe beginnt, langweilige 510km auf der Interstate Richtung Süden. Dabei verbrauche ich eine ganze Packung Kleenex, da ich mir gerade vor dem Urlaub noch eine Erkältung eingefangen habe, na hoffentlich hilft das warme Wetter !

White Sands Nat'l Monument

Wir klettern etwas die Gipsdünen rauf und wieder runter und übernachten dann im verschlafenen Alamogordo auf dem (ehemaligen) Koa Campground.

Carlsbad Caverns Nat'l Parc

360km weiter erreichen wir am nächsten Tag die Höhlen. Dort kaufen wir erstmal den National Parc Pass für 50$, mit dem wir für ein Jahr freien Zutritt zu allen Nationalparks haben.

Wir gehen zu Fuß den Weg (durch Natural Entrance, wo es bei Sonnenuntergang den Bat Flight zu sehen gibt, wenn die Fledermäuse ausschwärmen) hinunter und fahren mit dem Lift wieder hinauf, so dass uns das Licht nach 3 Stunden wieder hat. Unter Tage gibt es  sogar einen Schnellimbiss und einen Souvenirladen in einem großen Saal (1 Stunde Rundweg darin !). Man kann nur einen kleinen Teil der Höhlen sehen, aber selbst der ist schon beeindruckend.

Wir übernachten auf dem KOA Carlsbad.

Am nächsten Tag kommen wir erstmal nach

Roswell

wo wir das Ufo Museum besuchen. Die ganze Main Street scheint auf Außerirdische eingerichtet, sehr schön verrückt ! Im Museum findet sich dann leider kein Beweis für die Ankunft Außerirdischer, dafür aber jede Menge skurriles Zeugs und Plastik-Ufos.

Weiter geht es dann nach

Santa Fe

Dort haben wir mit dem riesigen WoMo erstmal ein Parkplatzproblem, es findet sich aber nahe der Plaza ein Alberson's Supermarkt mit großem Parkplatz, wo wir das WoMo abstellen und 10 min zu Fuß zum historischen Kern gehen.
Die Plaza (eigentlich ein mexikanischer Plaza Major) zeigt deutlich, dass New Mexico eben einmal Mexiko war, sie ist von Adobe-Bauten umgeben.
Beim Rundgang schauen wir die Saint Francis Kathedrale, das Hotel La Fonda und die Loretto Chapel mit der geschnitzten Wendeltreppe an. Dann fahren wir zum KOA Santa Fe. 380km heute.

Am nächsten Tag geht es in die Berge nach

Taos

Wegen des Parkproblems schauen wir uns den Ort selbst nicht an und fahren gleich bis zum Taos Pueblo, einer mehrstöckigen Puebloanlage, durch die man von Indianern geführt wird. Hier muss man, wie bei jeder Sehenswürdigkeit auf Indianerland, erstmal ordentlich in die Brieftasche greifen, Fotoapparate kosten extra. Weiter auf dem Weg liegt noch die Wallfahrtskirche von Chimayo (mit heiliger Erde in einer Seitenkapelle) und die geschlossene Kirche von Las Trampas.

Über die Interstate geht es dann bis Albuquerque zurück, wo wir den Zoo besuchen. 360km insgesamt.

Am nächsten Tag geht es dann weiter bis zum

Canyon de Chelly (Känjon de Tschäi),

dort gibt es etliche Fotostops und dann geht's zu Fuß den White House Trail zum Grunde das Canyons herab, wo man die White House Ruins betrachten kann. Wir sind froh diese Wanderung gemacht zu haben (Zwei Stunden für Ab- und Aufstieg). Dann weiter bis nach Kayenta. Wo wir auf dem RV Park der Guilding Lodge übernachten, nicht ohne vorher den Sonnenuntergang am Visitor Center des

Monument Valley

erlebt zu haben. Dort hat es sich seit 1999 etwas verändert, die Buden der Jeeptouren sind Richtung Highway verlegt, aber die Schilder "Don't Drink and Drive" sind wohl immer noch aktuell. Die Buttes mit Wattewolken darüber, bei Sonnenuntergang rot angestrahlt, sind doch immer wieder schön. Joe haben wir leider nicht gesehen. 530 km macht das dann für heute.

Auf dann zum geplanten Höhepunkt der Reise zum

Antelope Canyon

am Highway 98 bei Page, gleich beim von weiten sichtbaren Navajo Power House.
Zum Upper Canyon (südlich der Strasse) wird man nach Zahlung von Eintritt in das Stammesgebiet gegen eine weitere Gebühr per Jeep gefahren und hat dort 1 Stunde Aufenthalt. Wir sind um 11 Uhr eigentlich zu früh aber mit einer Gruppe alleine im Canyon, nach uns steigt die Sonne dann zwar in den Zenit, so dass sie am schönsten in den Canyon scheint. Dafür sind dann aber gleich 4 Gruppen im Canyon, was man zum Fotografieren (nur mit Stativ und Nachteinstellung mit langen Belichtungszeiten sinnvoll) nicht brauchen kann, weil dann immer einer im Bild ist oder man selbst im Weg steht - "I'm open".
Danach auf der anderen Straßenseite (nördlich) zum Lower Canyon, wo man noch mal einen Führer bezahlt und dann über Leitern in den viel schmaleren Canyon steigt, der für wenig sportliche Besucher ungeeignet ist. Im Lower Canyon sind 1997 11 Besucher bei einer Flashflood ertrunken, seitdem gibt es dort Notausstiege per Leiter. Vor dem Eingang zum Slotcanyon findet man Dinosaurierfußabdrücke.

Wir fahren weiter zum Lake Powell bei Page und übernachten dort im National Park auf dem Wahweap RV Campground, wo wir entscheiden, nicht wie geplant in die Berge bis Telluride zu fahren. Dort ist es nachts einfach zu kalt, sondern eine Bahnfahrt in die Berge zu unternehmen, was ich vom Campground aus per Telefon für den übernächsten Tag buche. Nur 200 km heute.

Am nächsten Tag also die ganz Strecke zurück bis Kayenta und weiter zum

Mesa Verde National Parc,

wo es jede Menge Fotostopps gibt. Zu sehen sind über die 1000 Jahre alten Behausungen der Anasazi Indianer unter vorspringenden Felsen. Wir fahren dann weiter zum KOA Durango, um am nächsten Morgen um 8.00 Uhr mit der

Durango Silverton Narrow Gauge Railroad

zu fahren. Ein echte Western Dampflok quält sich 3.5 Stunden nach Silverton hoch und genauso lange wieder zurück. In der Zwischenzeit gibt es tolle Aussichten auf die Berge, das enge Flusstal, Kayakfahrer auf dem Fluss und die schnaufende Dampflok. Dazwischen ist für 2.5 Stunden Aufenthalt in Silverton, wo es ein paar Cafes, Restaurants und Andenkenläden, aber keine befestigten Strassen gibt. Auf dem Rückweg wird es uns langsam langweilig. Den vielen an Bord befindlichen Eisenbahnfans geht es anscheinend nicht so, sie sammeln sich trotz frischer Temperaturen auf den Plattformen der offenen Wagen. So haben wir trotz des für Mai zu kühlen Wetters, doch noch die Chance etwas Berge (Ausläufer der Rocky Mountains) zu sehen.

Nochmal übernachten wir in Durango, einem netten kleiner Örtchen mit Einkaufsstrasse und Fahren weiter nach Moab zum

Canyonlands National Parc

Canyons und Schluchten soweit das Auge reicht (eher ein 4WD Paradies), davor fahren wir noch zum

Dead Horse Point State Parc,

der  ebenfalls phantastische Aussichten auf die unendlichen Täler des Colorada-River bietet. 450km heute, Canyonlands ist groß und die Wege dort weit.

Die nächsten 2 Tage verbringen wir auf dem KOA Moab und fahren zum

Arches National Parc,

der die weltweit grösste Ansammlung natürlicher Steinbögen bietet, die durch das Zusammenwirken von Salzablagerungen prähistorischer Meere, Schichtung von erodierten Gebirgen und der Anhebungen des Colorado-Plateaus entstanden.

Am ersten Tag gehen, rutschen und kriechen wir den Trail zum Landscape Arch, Double-o-Arch mit allen Abstechern zum Navajo- , Partition,- und Private-Arch, zurück auf dem primitive Trail in 5 Stunden (ca. 10km). Am Abend geht es dann noch 2 Stunden zum Delicate Arch bei Sonnenuntergang. Am nächsten Tag dann werden noch die Windows, Balanced Rock und Sand Dune Arch besucht, bevor wir mit Ranger Steve 3 Stunden durch Fiery Furnace krabbeln. Da gibt es weitere Polholes und Arches zu sehen. Zunächst geht Steve etwas schnell voran, macht dann aber genügend Pausen, in denen er informativ von Geologie, Biologie und der Stille im Park erzählt.
In 3 Stunden mit einem Ranger hört man dann Geschichten, die in keinem Reiseführer stehen:
- Der Surprise-Arch im Fiery Furnace wurde in den 50ern vom damaligen Chefranger entdeckt, der unter dem grossen Arch ein Picknick machte und erst beim Weggehen den Arch über sich bemerkte. Da sich einer der Wanderer auf dem Rückweg den Knöchel verstauchte, sollte der Arch erst mit einem Four-Letter-Word benannt werden, was aber unzulässig ist.
- Der letzte große, neu katalogisierte Arch war in den 80ern der Private Arch am Primitive Trail. Ein Wanderer hatte den Platz schon oft aufgesucht und irgendwann einem Ranger davon erzählt, der sich sicher war, dass dort kein Arch steht. Natürlich fanden die beiden den Bogen und der Entdecker nannte ihn Private Arch. Die Nationalparkbehörde hat dann mit unendlichem Sinn für Ironie einen Trail zum Private Arch gebaut.
- In den Potholes (kleinen Senken im Gestein, in denen sich bei Regen Wasserlöcher bilden) lebt eine Garnelenart, die Eier mit unterschiedlicher Wasserempfindlichkeit legt. Einige Schlüpfen nach einem Tag, andere erst nach 2 oder 3 Tagen mit Wasser. So ist sichergestellt, dass ein kurzer Regen mit nachfolgender Hitze nicht die ganze Brut auslöscht.

Die Wanderungen liefern einen weiteren Höhepunkt der Reise.

Von Moab geht es dann auf dem Scenic By-Way 12 am Elephant Butte zunächst durch ödes Land, dann durch das Fruita Tal und durch den Capitol Reef Natl Parc hindurch 440 km weit Richtung

Bryce Canyon,

eigentlich kein Canyon, sondern eine Reihe von Amphietheatern mit unglaublich geformten Hoodoos. Dort gehen wir den Rim-Trail entlang und in den Queens Garden hinab, was sich wie jeder Abstieg in einen Canyon sehr lohnt. Ein Rundweg geht leider nicht, weil der Navajo-Trail geschlossen ist. Parken war mit dem WoMo etwas schwierig, da mussten wir uns erst bei Rangern erkundigen, wo entsprechend große Parkplatze verfügbar sind.

Weiter geht es dann vom KOA Cannonville aus zum

Zion National Parc

nur 140 km heute. Dafür dann durch den für uns gesperrten Tunnel immer an der Mittellinie entlang zum westlichen Parkeingang. Der Quality Inn RV Park dort wird auch von dem nun von Springdale bis zum Visitor Center fahrenden Shuttle bedient, im Park geht es auch nur noch per Shutte voran. In Zion war es das erste mal richtig warm, mit 30 Grad sogar zu warm zum Wandern, wir gehen also nur den Riverside Walk und zu den Emerald Pools, was bei den hohen Temperaturen auch schon schön ist. The Narrows ist wegen Hochwasser des Virgin-River geschlossen, wovon wir uns selbst überzeugen konnten. Durch das am Ende das Riverside Trail schmale Tal, reißt der Fluss Baumstämme mit sich, die Wanderung im Fluss fällt also auch aus.

Las Vegas

ist dann das nächste Ziel, wir fahren zuerst zur Boulevard Mall und dann auf den Oasis Campground, 40 Grad hat es inzwischen. Oasis ist fast wie ein Hotel, mit Marmor Foyer und Pool-Landschaft. Ein Shuttle fährt bis kurz vor 22 Uhr zum Tropicana an den Strip.
Am nächsten Tag geben wir das WoMo bei CA ohne Beanstandungen nach 4658 km Fahrtstrecke wieder ab und ziehen ins

The Venetian

um. In dem riesigen Zimmer ist es angenehm kühl. Wir haben uns nach 2 Wochen Camping etwas Luxus verdient.
Also werden die diversen Shopping-Malls in den Casinos abgeklappert und wir reservieren (in Las Vegas' Restaurants Pflicht !) einen Tisch im Picasso (Degustiationsmenüs 1 2) für den ersten und im Aquaknox(Seefood) für den zweiten Abend zum Dinner. In beiden erwartet einen eine für USA unerwartet gute Küche mit angenehm wenig hastigem Service und ausgesuchtem Weinkeller. Am zweiten Tag dann steht "Shop-until-u-drop" auf dem Programm.
Aus dem Nachmittag am Pools wird nichts, weil es dort auch bei 40 Grad keinen Schatten gibt.
Eine I.D. (Ausweis mit Lichtbild) ist immer dabei zu haben, da Kreditkarten in Las Vegas nur mit akzeptiert werden und man auch in unserem fortgeschrittenen Alter nur mit I.D. Einlass in Bars bekommt. Beides gilt seltsamerweise für Restaurants nicht .

Rückflug

Nach der 2. Nacht im Venetian droht dann die Abreise. Erstmal etwas über das Hotel ärgern, dass mir 2 Getränke aus der Minibar in Rechnung stellen will, die ich nie hatte und dann noch 20 Minuten für ein Taxi anstehen. Ein junger Amerikaner hat es eilig und übernimmt dafür, dass wir ihn mit ins Taxi steigen lassen (die Schlange ist inzwischen noch länger) die Kosten zu Flughafen. Dort geht dann das mit den Tickets vom Anfang weiter...

Erstmal gibt es nur Bordkarten bis LA, für Yvonne auch bis FRA, so dass wir die Koffer wenigstens durchchecken können. Ich gehe erstmal leer aus. Der Flug hat dann 1.5 Stunden Verspätung, so dass er wie ursprünglich gebucht landet. In LA angekommen stehen wir da und fragen uns wo es wohl zu Anschlussflügen geht. Schilder (die gibt es doch sonst in USA für alles und jedes) gibt es hier nicht, also mal fragen. Man muss also raus aus dem Terminal, 15 Minuten nach links laufen bis zum Internationalen Terminal. Dann ein Stockwerk höher und durch den ganzen Saal bis zum LH Schalter. Wegweiser gab es die ganze Zeit über nicht.
Dort bekomme ich dann nach 15-minütigem Verschwinden der Dame doch noch eine Bordkarte bis FRA, weiter wieder nicht.
In FRA angekommen gehen wir gleich zum LH Schalter, wo man uns mitteilt, die Koffer seien auf der nächsten, wir für die übernächste Maschine gebucht. Nach etwas hin und her bekommen wir dann Bordkarten für die nächste Maschine (wie gebucht !). Zum zweiten mal ist es gut, dass ich die Rechnung von United dabei habe.
In Düsseldorf werden wir gleich zum Lost and Found Schalter gerufen, da unser Gepäck erst auf der nächsten Maschine ist, das uns die LH dann 5 Stunden später nach Hause bringt. Insgesamt haben alle Flüge geklappt, aber ohne den Stress wäre es angenehmer gewesen.
Irgendwas bei der E-Ticket Bucherei scheint da bei der Star Alliance nicht zu klappen.

Südwesten April 1999

Gebucht bei DER Tours

San Francisco

Das Union Square Hotel im Zentrum war ganz ok, das total dunkle Zimmer hat uns geholfen den Jetlag zu überstehen. Zuerst zur Fishermans Warft mit  Crab-Essen, Alcatraz benötigte allerdings eine Voranmeldung von 2 Tagen, Chinatown, Golden Gate Bridge, Cablecars. Alles ganz hübsch, aber am 2. Tag gingen uns die Sehenswürdigkeiten aus.
Am tollsten war ein Besuch bei den Giants, die Eintrittskarten hatte ich freitags übers Internet bestellt und schon am Montag lagen sie im Briefkasten !

Las Vegas

Nähert man sich aus der Wüste kommend Las Vegas sieht die Stadt wirklich wie eine Fata Morgana aus, vollkommen unwirklich stehen da eine schwarze Pyramide, ein Eifelturm und einige Hochhäuser mitten in der Wüste.

Disneyworld für Erwachsene, aber irgendwie faszinierend, das Hotel Flamingo war ganz ok, denn tagsüber war die Poollandschaft ganz erholsam. Leider konnten wir für die eine Übernachtung, die wir noch vor dem Abflug hatten, kein anderes Hotel buchen, da von Deutschland nur immer 2 Tage buchbar waren. Nachts dann durch die Casinos ist es interessant, erschreckend oder langweilig, ganz wie man will. Man kann häufig von einem Casino zum anderen gelangen, ohne die Sonne zusehen, zwischen Caesar's Palace und Bellagio fährt sogar eine Monorail, aus einem Casino herauszufinden ist ja nicht leicht, da es keine EXIT Schilder gibt. Ich finde man sollte da gewesen sein. Eigentlich müsste man sogar öfter mal hin, da jedes Jahr ein neues Themenhotel gebaut wird.
Als wir da waren, waren das Paris und Venice noch im Bau. Im übrigen habe ich $5 verspielt und $8 gewonnen. Von den jährlich 30 Millionen Besuchern muss aber ab und zu mal einer was verlieren, wo kommt denn sonst das Geld für diese Hotels her ?

Fährt man mit dem Bus nach Downtown zur Fremont Street Experience (eigentlich eine Coca-Cola Werbeveranstaltung) sieht man hinter dem Skytower dann auch die dunklen Ecken von Las Vegas.

Nur mit dem Essen war's ein Problem, da die günstigen Buffets nach 20.00 Uhr eine Stunde anstellen bedürfen. Wer dazu keine Lust hat, kann im Restaurant (besser Steakhaus) schneller was bekommen, kostet dann aber schlappe $50 für'n Steak ! Oder dann doch zur Burgerbude ? Ich denke man hat schon lange gemerkt, daß viele Besucher nicht zocken, daher ist es mit den niedrigen Preisen für Hotels und Essen nicht so weit her, wie viele glauben. Mit den Umsonst-Attraktionen auf der Straße hatten wir nicht soviel Glück, die Wasserspiele vor dem Bellagio wurden einmal, die Piratenschlacht vor dem Treasure Island wurden zweimal wegen Wind abgesagt.

Die Startrek Ausstellung im LV Hilton fand ich ganz lustig, wenn auch etwas teuer. Yvonne hat die kurze Achterbahnfahrt nicht so gefallen.

Wohnmobil

Gemietet bei Moturis, Preise und Konditionen genau vergleichen lohnt sich !

Die Amis sagen nur RV (recreation vehicle).
22 ft Mobil mit Alkovenbett (behindert etwas bei der Gymnastik!) und Bad (reicht zur Notdusche), Küche mit Gasofen/Herd und Microwelle (geht nur bei Stromversorgung von außen) und riesigem Kühlschrank mit Gefrierfach. Alles da, was man braucht. Wenn es kalt wird ist nachts die Heizung allerdings ziemlich laut.
Technischer Zustand des Womos, Abholung und Einweisung waren in Ordnung, nur dass der angepriesene Wallmarkt für die Grundeinkäufe der denkbar schlechteste Tipp war, denn die hatten nur Cola und Chips als Lebensmittel.

Der scheinbar recht hohe Preis fürs Womo wird durch die günstigere Verpflegung leicht wieder ausgeglichen. Dafür übernachtet man aber mitten in der Natur und spart sich oft eine längere Anreise zu den Attraktionen des Parks.  Ganz genial wäre ja ein Pick-up mit einem fifth-wheel (Wohnanhänger mit Auflieger), da könnte man den Anhänger dann auf dem Platz stehen lassen und mit dem Pick-up weiter. Leider habe ich bisher aber nur RV zu mieten gefunden, die sind ja auch leichter zu fahren. Das war übrigens gar kein Problem, denn die Straßen sind breit und die Leute fahren sehr defensiv und fast alle mit der gleichen Geschwindigkeit (LKW und PKW) und rücksichtsvoll. Wir sind 3334 Meilen ohne Probleme gefahren.

Campingplätze

In den Natl' Parks sollte es immer der im Park gelegene Platz sein, das heißt aber kein hook-up (kein Wasser, kein Strom) und keine Duschen, dafür aber schön gelegen.
Sonst campten wir bei KOA, natürlich teurer, dafür aber mit full-hook up (Wasser, Abwasser, Strom, wer will auch Kabelfernsehen) sauberen Duschen, Waschmaschinen, Pool, Sauna und 'nem Laden in dem es alles gibt, was Camper brauchen, ein Komfort fast wie im Hotel. 

Die Tour

Webseite der Nationalparks mit Karten und allen notwendigen Infos.

Wir haben gleich im ersten Park eine Golden-Eagle Card gekauft, es wurde keine Kreditkarte akzeptiert, die den Eintritt in alle Natl' Parc sichert, gilt für ein Fahrzeug, aber nicht in State Parcs !

 

Yosemite: Der Park war recht leer und einfach überwältigend, leider war nach Sonnenuntergang der Campingplatz nicht mehr besetzt, schnell fand sich aber ein hilfsbereiter US-Rentner der uns erklärte, wie's mit dem self-checkin geht. Die Wanderungen und riesigen Wasserfälle (die Yosemitefalls sind fast 1 km hoch, was eine Schautafel im Vergleich mit bekannten Gebäuden sehr schön illustriert) waren ein toller Start für die Tour.
Lake Isabella: Wegen Kälteeinbruch war der Pass nach Osten nicht befahrbar, daher erstmal nach Süden um die Sierra Nevada herum. Den Besucht des Sequoia Parcs haben wir uns verkniffen, da es nur eine mit dem RV befahrbare Straße gibt, die es dann auch wieder zurück geht, die Durchfahrt über die Berge ist nur mit den PKW möglich.
Death Valley:  SUPER Landschaft, vor allem alle paar Kilometer ein ganz neues Bild ! In der Furnace Creek Lodge gibt's auch ein paar RV Stellplätze mit hook-up, damit die Klimaanlage auch läuft. Bei Moturis war das DV mit dem RV bis Mai befahrbar, bei anderen Vermietern ist das oft gar nicht möglich.      

Las Vegas : Der Campingplatz hinter dem Circus Circus liegt zentral, leider wird einem von den Benutzern des Parkhauses daneben keine Nachtruhe gegönnt, der Platz ist bis auf die hook-ups und die Toiletten eigentlich eher wie ein Parkplatz, aber bei 35° kommt man ja auch nicht her, um sich im Freien aufzuhalten.

Red Canyon:ist kein Natl' sondern ein State Parc, d.h. extra Eintritt bezahlen. Alle Rottöne dieser Erde kann man hier sehen und einige Petroglyphen und versteinerte Bäume.

Zion: so richtig schön mit Mule-Deers auf dem Campingplatz, wer will kann hier reiten und mit 'ner Bimmelbahn weiter in den Canyon hineinfahren.

Capital Reef: riesig groß und eher zu befahren, als zu bewandern, sehr einfacher Campingplatz, Vorsicht ! die Bumps haben uns ein paar Teller gekostet.

Arches: unser Lieblingspark, Wanderung auf dem "primitive trail" über Stock und Stein, manchmal mit dem Po 'nen Felsen runtergerutscht, aber sehr schön und zumindest auf den Trails nicht so überlaufen, auch Delicate Arch und Balanced Rock sind Top-Sehenswürdigkeiten.

Bryce Canyon : Schneetreiben, bei schönen Wetter ist es hier bestimmt genial, die Bilder mit Schneehäubchen auf den Felsen hat dafür auch nicht jeder.
Natural Bridges: s.oben
Mesa Verde : s. oben, fällt wegen Schnee auf der Serpentinenstrecke fürs WoMo aus :-(, also abgedreht nach Süden !
Monument Valley: SUPER, Ideales Wetter mit Wattebäuschchenwolken, individuelle Jeeptour ($90) mit dem Indianer Joe, der die Toten Hosen kennt und Übernachtung auf dem Navajo Campground (schmuddelig, null Ausstattung) mit Blick aus dem Fenster auf die Butties.
Grand Canyon: Wieder schlechtes Wetter, daher nur Blick von oben, etwas enttäuschend, die Größe wird von oben nicht so recht bewußt. Es gibt ein IMAX Kino für alle, denen der Flug oder die Wanderung nach unten zu viel ist oder bei denen es, wie bei uns, das Wetter es nicht zulässt.

Sedona: niedlicher Ort mit sehr teurem Schmuckangebot
Biosphere II : Die Guided Tour war etwas langatmig, aber sonst ganz nett, den langen Umweg hat's irgendwie gelohnt.
Saguaro Nat'Park & Zoo: Ein super Zoo fast ohne Gitter, mit netten Guides, die etwas über die Tiere erzählen, eingerahmt von den riesigen Saguaro Kakteen. Durch den Park gehen allerdings nur Schotterwege, die wir mit dem Womo nicht befahren wollten.

Außerdem noch besucht haben wir den Glen Canyon, Montezuma Castle und die Aztec Ruins.


Joshua Tree Natl' Park : heiß und weitläufig, Blick auf den St Andreas Graben, Wanderungen fallen bei 40°C allerdings aus.


Las Vegas : KOA mit Shuttleservice zum Strip

 

In den Nat'l Parcs gilt generell: "der frühe Vogel pickt den Wurm", daß heißt früh aufstehen.

Einkaufen war übrigens ein Genuss, riesige Auswahl und äußerst freundliche Bedienung, da findet man wirklich jemanden, der einem nicht nur sagt, wo die Eier sind, der bringt einen gleich hin und hält einen Vortrag über die verschiedenen Sorten, man stelle sich das in der deutschen Servicewüste vor. Leider gibt's Joghurt nur ohne Fett, bah wie fade, und keine Baked Beans in Tomatensoße ohne brown Sugar.
Der Kauf von Bier in Dosen (Flaschen sind hier noch nicht erfunden), ist allerdings, außer im Supermarkt, ein Problem. In Las Vegas wollten wir irgendwo auf dem Strip in einem Liquor Shop eine Dose Bier und eine Dose Cola kaufen. Darauf hin wurde ich nach meinem Führerschein gefragt, der Reisepass tat's auch, aber Yvonne sollte auch einen Ausweis zeigen. "its the law, all members of a party have to proof their identity", hauptsache man kommt schnell an eine Kanone !
Die Supermärkte bieten meist ohne Nachfragen eine Saving-Card an, man füllt ein Formular aus und bekommt eine Plastikkarte und sofort 5-10% Rabatt, das ist doch was oder ? Man stelle sich das im deutschen Kaufhaus vor !

Meine Empfehlung für alle, auch eingefleischte Nicht-Camper, heißt Wohnmobil mieten und flexibel reisen, preiswert einkaufen (wir habe immer so $80-90 für 3-4 Tage ausgegeben) und täglich gutes Gemüse und riesige Steaks futtern. Wegen des Kälteeinbruchs wären wir mit vorgebuchten Hotels geliefert gewesen, so aber wichen wir dem Wetter aus und haben und eine neue Route  zusammengestellt, andererseits sind einige Orte (Sequoia Nat'l Parc oder Deathvalley im Sommer) mit dem Womo gar nicht oder nur schlecht zu erreichen.