Türkei
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Flug mit der Lufthansa über München. Nach der Buchung gibt es ein Update der Flugzeiten, die mit kurzen Umsteigezeiten in München Probleme erwarten lassen, aber alles klappt.

Vom neuen Atatürk Flughafen geht es per Taxi zu Hotel Barcelo Saray . Der Taxifahrer hat offensichtlich mit der Adresse Schwierigkeiten, er fragt 3mal nach dem Weg und will uns dann mit dem Hinweis "von hier zu Fuß nur 3 Minuten" loswerden. Nix da ! Das Hotel liegt gegenüber dem großen Basar an einer Einkaufsstrasse. Verkehrsgünstig fährt dort die Straßenbahn an Sultanachmed und Eminölü vorbei, über die Galatabrücke bis zum Dolmabahçe Palast. Im kleinen Zimmer angekommen wundern wir uns über das schmale Bett, ein Kopfkissen und ein Handtuch. Auf Nachfrage wird uns für den nächsten Tag ein größeres Doppelzimmer versprochen, man habe ein technisches Problem. Na, das hätte man uns doch auch beim Einchecken sagen können. Wir gehen das erstmal durch den Basar hinunter bis zur Galatabrücke, wo wir unter der Galatabrücke ein kühles Efes in der tiefstehenden Sonne genießen. Mit Yvonnes Chef wollten wir uns um 8 Uhr treffen, er läuft uns aber zufällig gegenüber seines Hotels auf der Strasse mit seiner Frau über den Weg. Wir wollen dann zusammen mit dem Taxi nach Beyoglu fahren, dem Taxifahrer ist es aber zu voll, er verweist uns auf die Straßenbahn. Die ist rappelvoll, aber sie fährt. An der Haltestelle Karaköy steigen wir in die "Tünnel" genannte Mini U-Bahn um, die uns hinauf zur İstiklal Caddesi bringt.

Diese Strasse hat sich seit unserem letzen Aufenthalt in Istanbul stark zu ihrem Vorteil verändert. Damals waren wir von der Haupteinkaufsstrasse Istanbuls sehr enttäuscht, heute kann die Strasse mit den Boulevards anderer Städte gut mithalten. Es finden sich wunderbare Jugenstilhäuser und Passagen, Seitenstrassen in denen sich Kneipen und Restaurant aneinanderreihen, welche von Efes und Raki trinkenden jungen Leuten bevölkert werden. Wir essen dort Mezze in einer typischen Lokanda mit türkischen Stehgeigern und mitsingenden Gästen. Danach gibt es noch ein Bier in einem Lokal nahe dem Galataturm mit Jazz Live Müzik. Hier präsentiert sich die Türkei sehr modern, aufgeschlossen und durchaus europäisch.

Nach dem ordentlichen Frühstück besuchen wir das Archäologische Museum und den Topkapi Palast, der leider sehr voll und sehr in Restaurierung ist. Diesmal schaffen wir es (nach einer halbe Stunde Anstehen für die Tickets für die Tour um 13:30) auch den Harem zu besichtigen, was aber unter der großen Anzahl von Besuchern ebenfalls sehr leidet. Anscheinend waren ein paar tausend vor allem spanische Touristen auch auf die Idee gekommen, dass man zu Ostern gut in die Türkei fahren kann, da dort keine Feiertage sind.

Zurück im Hotel sind unsere Koffer in ein größeres Zimmer umgezogen. Am Abend fahren wir dann noch mal nach Beyoglu.

Am nächsten Tag besuchen wir die Blaue Moschee und die Hagia Sofia, dann fahren wir mit der Straßenbahn zum Dolmabahçe Palast. Dort steht eine Schlange von geschätzten 200 Metern vor dem Ticketschalter, es geht hier auch nur geführt hinein, so dass wir weiter nach Ortaköy laufen. Der Weg führt leider nur an der Strasse und nicht am Bosporus entlang. Vor dort geht es auch nicht per Fähre nach Eminönü zurück, also nehmen wir ein Taxi nach Besiktas, wo wir erfahren, dass eine Bosporusfahrt nur morgens um 10 geht. Mit dem Taxi dann also zum Chora-Kloster, der Taxifahrer fragt sich durch. Die Basilika aus dem 12 Jahrhundert hat noch schönere Mosaiken, als die Hagia Sofia. Der erstbeste Taxifahrer will uns nicht zurück in die Stadt fahren, es wäre zu voll. Mit dem Nächsten klappt es dann ohne Stau, die Hoteladresse kennt aber auch er nicht. Zum Abendessen gibt es Fisch unter der Galatabrücke, dann auf der anderen Seite der Brücke noch ein Absackerbier bei türkischer Livemusik. Das Lokal war nachmittags voller Touristen, jetzt sind wir die einzigen Touris dort.

Am letzten Tag geht es durch den großen Basar zur Süleyman und zur Rüstem Pasa Moschee, die innen komplett mit Kacheln verkleidet ist. Im Ägyptischen Basar kaufen wir Zitronensalz. Danach besichtigen wir noch die Zisterne und genießen die Sonne im Garten zwischen Blauer Moschee und Hagia Sofia. Danach gibt es noch ein Mittagessen und dann geht es per Taxi zum Flughafen. Nach Umsteigen in MUC sind wir pünktlich am Ostermontag-Abend wieder zuhause.

  • West Türkei - Rundreise  - Juni 1995

Gebucht bei Nazar

Nach 4 stündigem Dolmustransport mit einem Fahrer, der weder Deutsch noch Englisch sprach, treffen wir in Pamukkale endlich Tansel, unseren Reiseleiter. Bei Sonnenaufgang um 6 Uhr werden wir stilecht vom Muezzin geweckt.

Pergamon: Hier steht nicht mehr viel, aber wer mal in Berlin im Pergamon Museum war, sollte sich die Stelle nicht entgehen lassen, an der der Tempel gestanden hat. (Kann jemand mal ausmessen, ob der große Tempel wirklich auf den kleinen Platz passt ?)

Pamukkale: inzwischen sind die Hotels wohl abgerissen und die Sinter-Terrassen wieder ansehnlicher.

Bursa: naja, kein Muss

Istanbul: tolle Moscheen und Märkte (vor allem der Gewürzmarkt), eine Fahrt Richtung Bosborusbrücke oder auch darüber hinaus lohnt sich

Troja: hier braucht's viel Phantasie um Homers Helden zu sehen, es gibt nicht viel zu sehen, aber toll ist es doch, da zu sein, wo Odysseus den Hektor um die Mauer schleifte. Es steht ein nachgebautes hölzernes Pferd da und die ebenfalls nachgebaute Hütte von Schliemann, der den Schatz von Troja angeblich gefunden hat, der inzwischen wohl als Kriegsbeute in Russland ist.

Ephesus: die tollste Ausgrabung auf der Reise, vor allem die Paracelsus-Bibliothek, die Marmorstraße und das Theater.

Kas: kleiner Ort mit nur einem zu Fuß erreichbaren Strand "Pebble Beach", dort aber wirklich nett mit sehr freundlichen Strandbars, der Ort hat eine Kneipen/Restaurantmeile. Damals 2, inzwischen wohl ein Dutzend Tauchschulen.

Am besten haben uns die Leute gefallen, super nett (fast aufdringlich) aber im mit genügend Distanz und irgendwie ehrlich, dass man nicht den Eindruck hat es geht nur ums Kohleabzocken. Beispiel: Eine vergessene Mütze am Strand hat der Liegenwärter für uns über Nacht aufbewahrt, damit sie nicht weg kommt. Oder: Als wir am Strand eine Mitreisenden der Rundreise treffen, der etwas heftig gestikuliert, kommt der Liegenwärter, um zu Fragen, ob alles ok ist. Oder: Gibt es im Restaurant etwas nicht, wird es vom Kellner im nächsten anderen Lokal besorgt.

  • Istanbul Januar 1992

Am meisten in Erinnerung ist geblieben, dass für mich im Fischrestaurant unter der Galatabrücke ein Fleischgericht aus einem Nachbarrestaurant besorgt wird.